Ab 2027 sollen Heizkosten drastisch steigen: Warum sich der Umstieg auf Wärmepumpen jetzt lohnen könnte
Mit dem geplanten EU-Emissionshandel ab 2027 könnten auf Hausbesitzer erhebliche Zusatzkosten zukommen – vor allem, wenn sie noch mit Gas oder Öl heizen. Was das für Immobilienbesitzer bedeutet und warum der Umstieg auf Wärmepumpen jetzt besonders sinnvoll sein dürfte.

Was soll sich ab 2027 ändern?
Ab 2027 soll ein neues europäisches Emissionshandelssystem – das sogenannte ETS 2 – eingeführt werden. Es soll den Gebäude- und Verkehrssektor in das bestehende System zur Bepreisung von CO₂-Emissionen integrieren. Konkret heißt das: Wer künftig fossile Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas nutzt, müsste dann CO₂-Zertifikate erwerben – und zwar zu einem Preis, der sich am freien Markt bilden soll.
Derzeit wird der CO₂-Preis in Deutschland staatlich festgelegt. Seit 2021 ist er von 25 Euro auf derzeit 55 Euro pro Tonne CO₂ gestiegen. Ab 2027 soll diese staatliche Steuerung wegfallen – was zu deutlich höheren Preisschwankungen führen könnte.

Wie teuer könnte Heizen mit Gas und Öl werden?
Das Berliner Analyseunternehmen Purpose Green hat exemplarisch berechnet, welche Kosten mit unterschiedlichen CO₂-Preisszenarien verbunden sein könnten. In Hamburg etwa, wo durchschnittliche Verkaufsimmobilien rund 165 m² groß sind, würde der heutige Preis von 55 Euro pro Tonne CO₂ etwa 431 Euro Heizkosten pro Jahr verursachen – zusätzlich zu den eigentlichen Energiekosten. Bei einem Zertifikatspreis von 100 Euro könnten es 784 Euro werden, im Extremszenario mit 400 Euro sogar über 3.100 Euro jährlich.
Für unsanierte Mietshäuser könnte die Belastung noch deutlicher ausfallen. Je nach energetischem Zustand der Immobilie müsste der Vermieter nach aktueller Regelung bis zu 95 % der CO₂-Kosten übernehmen. Für ein Mehrfamilienhaus in Augsburg mit sechs Wohneinheiten könnten das bei einem Preis von 100 Euro rund 12.100 Euro jährlich sein – im Maximalfall wären es sogar knapp 46.000 Euro.
Warum energetische Sanierungen wirtschaftlich sinnvoll sein könnten
Die Berechnungen zeigen klar: Schlecht isolierte Gebäude dürften künftig deutlich höhere Betriebskosten verursachen. Wer seine Immobilie hingegen energetisch aufwertet, könnte nicht nur sparen, sondern gleichzeitig den Wert seines Eigentums steigern.
Empfohlene Maßnahmen sind unter anderem:
- Wärmedämmung von Dach, Fassade und Fenstern
- Der Einbau einer Wärmepumpe als klimafreundliche Heizlösung
- Nutzung von Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung
Vor allem Wärmepumpen gelten als zukunftssichere Alternative zu Öl- und Gasheizungen. Sie arbeiten emissionsfrei vor Ort, benötigen keinen Brennstoffnachschub und könnten perspektivisch günstiger im Betrieb sein – insbesondere, wenn Strom zunehmend aus erneuerbaren Quellen stammt.
Förderprogramme sollen Investitionen erleichtern
Trotz der klaren Perspektive wird in Deutschland bislang nur ein sehr geringer Anteil der Gebäude umfassend saniert – laut Statistik betrifft das aktuell nur etwa 0,7 Prozent pro Jahr. Um das zu ändern, unterstützt der Staat Sanierungen und Heizungsumstellungen über den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Förderprogramme, Kredite und Steuervergünstigungen sollen den Einstieg erleichtern.
Mehr Dynamik dürfte ins Spiel kommen, wenn kommunale Wärmepläne veröffentlicht werden: Sie sollen zeigen, welche Heiztechnologien künftig in bestimmten Stadtvierteln noch erlaubt oder empfohlen sein könnten. Ab dann soll auch das Gebäudeenergiegesetz greifen, das vorschreibt, dass neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen – wobei sich politische Änderungen an dieser Regel derzeit in Diskussion befinden.
Jetzt handeln: Wärmepumpen könnten Planungssicherheit schaffen
Fazit: Wer weiterhin auf Gas oder Öl setzt, dürfte ab 2027 deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Zwar ist der genaue Verlauf der CO₂-Preise schwer vorherzusagen – doch dass die Betriebskosten unsanierter Gebäude steigen sollen, gilt als sehr wahrscheinlich.
Wärmepumpen bieten hier eine attraktive Lösung. Sie helfen, CO₂-Kosten zu vermeiden, sichern langfristig günstige Betriebskosten und steigern die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. In Kombination mit Fördermitteln und steigenden gesetzlichen Anforderungen ist der Zeitpunkt für den Wechsel zur Wärmepumpe günstig.
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Die Angaben basieren auf Berechnungen des Unternehmens Purpose Green, veröffentlicht im Spiegel am 2. Juni 2025.

Stefan Kathmeyer
Wärmepumpen Spezialist
sk@waermepumpe-installateur.de
Beitrag erstellt am 03.06.2025
Beitrag bearbeitet am 25.06.2025