Wärmepumpen-Installation vom Fachbetrieb
Wärmepumpe

Deutsche kaufen 2024 noch Heizungen, die seit 2013 in Dänemark verboten sind.

Deutsche kaufen aus Unkenntnis teure, veraltete Heizungen und verzichten auf 16.500 EUR

Wärmepumpenmarkt in Deutschland: Zwischen Boom und Flaute


Drastischer Absatzrückgang trotz ambitionierter Ziele


Achtung, Heizungsfreunde: Der Wärmepumpenmarkt macht gerade eine Achterbahnfahrt der besonderen Art!
In Deutschland ist der Absatz von Wärmepumpen nach einem Rekordjahr drastisch eingebrochen. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima berichtet von einer spürbaren Verunsicherung in der Bevölkerung. Dabei könnten wechselwillige Eigenheimbesitzer von beträchtlichen Fördermitteln profitieren.
Laut dem Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH) wurden im ersten Quartal 2024 nur 46.000 Wärmepumpen verkauft - ein Rückgang von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das gesamte Jahr 2024 rechnet die Branche mit etwa 200.000 verkauften Geräten. Das ist weit entfernt vom ehrgeizigen Ziel der Bundesregierung, ab 2024 jährlich 500.000 Wärmepumpen abzusetzen. Man könnte sagen, die Wärmepumpenbranche hat gerade einen Kälteschock erlitten!
 


Gründe für die Marktunsicherheit


Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima, beschreibt die Situation als "täglich greifbare Verunsicherung" für Heizungsbaubetriebe im ganzen Land. Der BDH spricht von einer "herausfordernden" Marktlage, wobei einige Unternehmen Investitionen in Milliardenhöhe (!) getätigt haben.
Die langwierige und oft hitzige öffentliche Debatte um das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) hat offenbar viel Vertrauen der Verbraucher in Bezug auf Heizungsmodernisierungen verspielt. "Die Menschen wissen derzeit noch zu wenig über die GEG-konformen technischen Lösungen und die neue Förderkulisse", erklärt ein BDH-Sprecher. Es scheint, als hätten viele Hausbesitzer kalte Füße bekommen, wenn es um die Heizungsfrage geht.
Einfluss von Energiepreisen und Politik
Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe, führt den Nachfragerückgang auf verschiedene Faktoren zurück:

  • Geringere Sorgen um Preis- und Versorgungssicherheit bei Gas und Öl
  • Instabile Gaspreise aufgrund der Weltlage
  • Steigende CO₂-Preise
  • Unsicherheit durch die Diskussion um GEG und kommunale Wärmeplanung

 


Gesetzliche Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen


Das GEG, das Anfang 2024 in Kraft trat, schreibt vor, dass ab 2025 jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Zunächst gilt dies aber nur für Neubauten in Neubaugebieten. Bestehende, funktionierende Heizungen dürfen weiter betrieben werden, müssen aber auch spätestens ab 2029 stetig steigende Quoten an erneuerbarem Brennstoff nutzen, der dann sehr knapp und somit teuer sein wird. 
Die kommunale Wärmeplanung sorgt für zusätzliche Verunsicherung. Sie soll in Großstädten ab Mitte 2026 und in den restlichen Kommunen ab Mitte 2028 vorliegen. Martin Sabel meint dazu: "Die Politik muss sich in Bezug auf die kommunale Wärmeplanung und den Ausbau der Fernwärme ehrlich machen. Denn es ist bereits heute in den weitaus meisten Versorgungsgebieten klar, dass Gebäudeeigentümer sich um eine dezentrale Form der klimaneutralen Beheizung werden kümmern müssen."
 

Chancen und Vorteile der Wärmepumpentechnologie


Trotz der aktuellen Unsicherheit betont die Branche die Vorteile einer zeitnahen Umrüstung, insbesondere angesichts der attraktiven Fördermöglichkeiten.
Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer von Vaillant Deutschland, erklärt: "Wenn ich als Hausbesitzer Platz habe, eine Wärmepumpe aufzustellen, ist das für die meisten Immobilien die beste Lösung. Die Kosten für die Installation sind inklusive Förderung vergleichbar mit den Kosten für den Einbau einer Gas- oder Ölheizung. Die Betriebskosten sind langfristig niedriger."
 


 

Attraktive Fördermöglichkeiten


Aktuell können Hausbesitzer eine Förderung von bis zu 70 Prozent der Investitionssumme erhalten. Diese setzt sich zusammen aus:

  • Grundförderung
  • Speed-Bonus
  • Einkommensbonus

 

Für ein Einfamilienhaus können die förderfähigen Beträge bis zu 30.000 Euro betragen, die dann mit 15.000 bis 21.000 EUR bezuschusst werden, wenn die alte Heizung min. 20 Jahre alt ist. Das ist doch mal eine heiße Sache, oder?


Fazit und Ausblick


Also, liebe Heizungsfans, auch wenn der Markt gerade etwas abgekühlt ist - die Zukunft der Wärmepumpen bleibt spannend. Wer weiß, vielleicht erleben wir bald schon den nächsten Boom. Bis dahin heißt es: Ruhe bewahren, Angebote vergleichen, die Förderoptionen im Auge behalten und dann zuschlagen. 

Bild: AdobeStock

Stefan Kathmeyer
Wärmepumpen Spezialist
sk@waermepumpe-installateur.de

Beitrag erstellt am 26.06.2024
Beitrag bearbeitet am 26.06.2024

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