Wärmepumpe in Mecklenburg-Vorpommern: eine Anlage für das ganze Haus, auch mit vielen Wohnungen
„Klappt das auch mit acht Wohnungen und einem gemeinsamen Gaskessel im Keller?“ Diese Frage stellen uns Vermieter, Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen regelmäßig. Unsere Antwort: ja, wenn das Gebäude vorher gerechnet wird und nicht der alte Kessel die Größe vorgibt. Dass das im Nordosten funktioniert, zeigt ein Beispiel aus Schwerin. Dort wurden drei Mehrfamilienhäuser aus den 1920er Jahren schon 2013 auf Luft-Wasser-Wärmepumpen umgestellt, die Heizung und Warmwasser ohne zweiten Wärmeerzeuger liefern. Die Einzelheiten stehen weiter unten bei den Projekten.
Auf dieser Seite geht es deshalb vor allem um das Mehrfamilienhaus in Mecklenburg-Vorpommern: wie groß die Anlage sein muss, wie das Warmwasser für viele Zapfstellen hygienisch bleibt, was sich bei der Heizkostenabrechnung ändert und was Vermieter von der Förderung erwarten können. Wer ein Einfamilienhaus besitzt, findet hier dieselben Antworten, nur eine Nummer kleiner. Über waermepumpe-installateur.de bekommen Sie eine kostenlose Erstberatung und Angebote von Fachbetrieben, die Sie in Ruhe nebeneinanderlegen können.
Wärmepumpe kurz erklärt: Umweltwärme statt Brennstoff
Eine Wärmepumpe ist ein Wärmeerzeuger, der nichts verbrennt. Sie nimmt Wärme aus der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser auf und hebt sie mit Strom auf die Temperatur, die Heizkörper und Warmwasser brauchen. Bei einer gut geplanten Anlage kommen im Jahresmittel aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Dieses Verhältnis heißt Jahresarbeitszahl, und es ist die wichtigste Zahl, an der Sie eine Anlage später messen.
Für ein Mietshaus bedeutet das: An die Stelle des Gaskessels tritt ein zentraler Wärmeerzeuger, der das vorhandene Heizungsnetz weiter versorgt. Steigleitungen und Heizkörper in den Wohnungen bleiben in aller Regel, wo sie sind. Gasanschluss, Abgasanlage und Brennstoffrechnung entfallen. Übrig bleibt ein Stromzähler, an dem Sie den Verbrauch der ganzen Heizung jederzeit ablesen können.

Lohnt sich eine Wärmepumpe in Mecklenburg-Vorpommern für Vermieter und Selbstnutzer?
Für Eigentümer, die selbst im Haus wohnen, ist die Rechnung bekannt: höhere Anschaffung, dafür Zuschuss und niedrigere laufende Kosten. Vermieter rechnen anders, weil die Heizkosten bei den Mietern landen. Trotzdem spricht einiges für den Wechsel. Seit 2023 teilen sich Vermieter und Mieter die CO₂-Kosten für Öl und Gas, und je schlechter der energetische Zustand des Gebäudes, desto größer ist der Teil, den der Vermieter trägt. Mit einer Wärmepumpe wird kein Brennstoff mit CO₂-Preis mehr gekauft, diese Aufteilung fällt weg. Dazu kommen niedrigere Nebenkosten, mit denen sich eine Wohnung leichter vermieten lässt, und ein Heizsystem, das kommende Vorgaben schon erfüllt.
Wo wir genauer hinschauen
Zwei Gebäudetypen brauchen mehr Planung. Das eine ist das kaum gedämmte Haus mit kleinen Heizkörpern, das heute 70 Grad Vorlauf fährt. Hier prüfen wir, mit welchen einzelnen Maßnahmen die Temperatur sinkt, bevor wir ein Gerät vorschlagen. Das andere ist das Haus mit einer Gastherme in jeder Wohnung und ohne gemeinsames Heizungsnetz. Dann gibt es zwei Wege: zentralisieren oder jede Wohnung einzeln mit einer Wärmepumpe versorgen. Welcher sich rechnet, entscheidet der Grundriss, nicht die Vorliebe des Anbieters.
Auslegung in Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin als Bezugspunkt, Ihre Postleitzahl als Maßstab
Für die Landeshauptstadt Schwerin (Postleitzahl 19053) liegt die Norm-Außentemperatur bei minus 10,8 Grad. Schwerin gehört zur Klimazone 4, liegt 65 Meter über dem Meeresspiegel und kommt auf ein Jahresmittel von 9,6 Grad, in der Heizperiode auf 4,2 Grad. Quelle sind die Werte nach DIN/TS 12831-1, Daten des Deutschen Wetterdienstes. Die Norm-Außentemperatur ist dabei nicht der kälteste je gemessene Tag, sondern ein statistisches Zweitagesmittel, das in zwanzig Jahren zehnmal erreicht wird.
Diese Werte gelten für Schwerin. Seit der Ausgabe 2020 hat jedes Postleitzahlgebiet seinen eigenen Wert, und zwischen Ostseeküste, Seenplatte und dem Landesinneren in Vorpommern unterscheiden sie sich. Für Ihr Haus rechnen wir deshalb mit dem Wert Ihrer Postleitzahl. Im Mehrfamilienhaus wirkt ein zu kalt angesetzter Wert besonders teuer: Er führt schnell zu einem zusätzlichen Gerät in der Kaskade, das Geld kostet und den Rest des Jahres kaum gebraucht wird. Zur Heizlast kommt dort der Warmwasserbedarf aller Wohnungen, den wir getrennt betrachten, weil er auch im Sommer anfällt.
Wie die Wärmepumpe ein Mehrfamilienhaus versorgt
Das Prinzip ist bei jeder Größe gleich. Ein Ventilator zieht Außenluft durch einen Wärmetauscher, ein Kältemittel verdampft dabei schon bei Frost und nimmt Energie auf. Der Verdichter presst den Dampf zusammen, er wird heiß und gibt seine Wärme im Haus an das Heizungswasser ab. Danach wird das Kältemittel entspannt und der Kreislauf beginnt von vorn.
Im Mehrfamilienhaus arbeitet selten ein einzelnes großes Gerät. Üblich ist eine Kaskade: zwei, drei oder mehr Wärmepumpen, die eine gemeinsame Regelung je nach Bedarf zuschaltet. An einem milden Oktobertag läuft nur eine davon, im Januar alle. Das hat zwei Vorteile. Jedes Gerät arbeitet länger am Stück im effizienten Bereich, statt ständig an- und auszugehen. Und fällt eines aus, heizen die anderen weiter, die Mieter merken davon im besten Fall nichts. Wie zwei Geräte sich die Arbeit teilen, sehen Sie im kurzen Clip zu zwei Wärmepumpen im Kaskadenbetrieb.

Vorteile und Nachteile der Wärmepumpe aus Sicht des Eigentümers
Was für den Wechsel spricht
- Kein Gasliefervertrag, kein Öltank, keine Abgasmessung durch den Schornsteinfeger
- Grundförderung über die KfW auch für vermietete Wohnungen
- Keine CO₂-Kosten aus Öl oder Gas, die zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt werden müssen
- Bei einer Kaskade eingebaute Reserve, falls ein Gerät gewartet wird
- Mit Photovoltaik auf dem Dach wird ein Teil des Heizstroms im Haus selbst erzeugt
Wo der Aufwand liegt
Die einmalige Investition liegt höher als bei einem neuen Gaskessel. Im Mehrfamilienhaus kommen drei Planungsthemen dazu, die im Einfamilienhaus kleiner ausfallen: der Platz für mehrere Außengeräte, ein ausreichend starker Hausanschluss und ein Warmwasserkonzept, das Hygiene und Effizienz zusammenbringt. Keines davon ist ein Hindernis, alle drei gehören aber vor dem Angebot geklärt und nicht erst auf der Baustelle. Was eine Wärmepumpe im Mietshaus einspart, behandelt Stefan Kathmeyer im Video „Wärmepumpe im MFH spart so viel Geld“.
Welche Wärmequelle trägt ein Haus mit vielen Wohnungen?
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist auch im Mehrfamilienhaus die häufigste Lösung. Sie braucht keine Bohrung, lässt sich in mehreren Geräten aufteilen und ist gut kalkulierbar. Monoblock-Geräte haben den Kältekreis komplett draußen, bei Split-Geräten führt eine Kältemittelleitung ins Haus. Welche Bauart passt, hängt vor allem vom Weg zwischen Aufstellort und Heizraum ab.
Erdwärme lohnt sich bei größeren Gebäuden eher als beim Einfamilienhaus, weil die hohe Heizlast die Bohrkosten auf viele Wohnungen verteilt. Sonden brauchen allerdings eine Bohranzeige und eine wasserrechtliche Erlaubnis. Zuständig ist in Mecklenburg-Vorpommern die untere Wasserbehörde des Landkreises, in Rostock und Schwerin die der kreisfreien Stadt. Grundwasser-Wärmepumpen bleiben die Ausnahme, weil Brunnen, Wasserqualität und Erlaubnis zusammenpassen müssen. Für Häuser mit Gasetagenheizungen gibt es inzwischen Wohnungs-Wärmepumpen, die eine einzelne Therme ersetzen. Sie sind dann eine Option, wenn ein gemeinsames Heizungsnetz zu teuer wäre.

Vier Fragen, bevor der Gaskessel im Mietshaus geht
Heizlast je Wohnung
Jede Einheit gerechnet, die Dachwohnung anders als die Mitte.
Warmwasser
Wenig gespeichertes Trinkwasser, hygienisch und sparsam.
Hausanschluss
Reicht die Leistung, oder muss der Netzbetreiber nachlegen?
Antrag und Ankündigung
Förderantrag vor dem Auftrag, Mieter rechtzeitig informieren.
Vom Bestandsplan zur laufenden Anlage: so gehen wir im Mehrfamilienhaus vor
Am Anfang stehen Unterlagen, keine Geräte. Wir brauchen die Verbrauchsabrechnungen der letzten Jahre, Grundrisse oder wenigstens Wohnungsgrößen und eine Liste der Heizkörper. Daraus entsteht eine erste Einschätzung. Beim Termin vor Ort nimmt der Fachbetrieb jede Wohnung auf, denn die Heizlast eines Mietshauses ist die Summe vieler Räume: die Eckwohnung unter dem Dach braucht mehr als die Wohnung in der Mitte.
Danach folgen die Punkte, die im Mehrfamilienhaus über das Ergebnis entscheiden. Welche Vorlauftemperatur reicht wirklich? Das lässt sich im Winter testen, indem der alte Kessel schrittweise heruntergeregelt wird. Wie wird Warmwasser bereitet? Reicht der Hausanschluss, oder muss der Netzbetreiber mehr Leistung bereitstellen? Erst wenn das geklärt ist, wird der Förderantrag gestellt, und zwar bevor der Auftrag verbindlich vergeben wird. Bei vermieteten Wohnungen kommt die Ankündigung an die Mieter dazu, nach dem Mietrecht in der Regel drei Monate vor Beginn. Der Umbau selbst dauert etwas länger als im Einfamilienhaus. Zum Schluss gehören hydraulischer Abgleich und Einregulierung dazu, ohne die keine Anlage ihre Arbeitszahl erreicht.

Genehmigung in Mecklenburg-Vorpommern: was die Landesbauordnung zur Wärmepumpe sagt
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist in Mecklenburg-Vorpommern verfahrensfrei. Die Landesbauordnung zählt sie zu den Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung (§ 61 Abs. 1 Nr. 2 LBauO M-V), ein Bauantrag ist nicht nötig. Seit der Novelle von 2025 regelt § 6 Abs. 8 außerdem ausdrücklich die Abstandsflächen: Wärmepumpen einschließlich Fundament und Einhausung sind bis 2 Meter Höhe und 3 Meter Länge in den Abstandsflächen eines Gebäudes zulässig und lösen keine eigenen aus. Ein fester Mindestabstand zur Grundstücksgrenze ist bauordnungsrechtlich nicht vorgeschrieben. Bei einer Kaskade mit mehreren Außengeräten prüfen wir, wie sich die Aufstellung in diesen Rahmen einfügt.
Verfahrensfrei heißt nicht regelfrei. Der Lärmschutz nach TA Lärm gilt weiter: nachts 35 dB(A) in reinen und 40 dB(A) in allgemeinen Wohngebieten. Im Mehrfamilienhaus liegen die nächsten Schlafzimmerfenster oft im eigenen Gebäude, bei den eigenen Mietern. Deshalb rechnen wir den Schalldruck in konkretem Abstand zu diesen Fenstern und meiden Ecken und Nischen, die den Schall verstärken. Wie viel Platz ein Außengerät braucht und wie laut es tatsächlich ist, zeigt das Video „Wie laut ist eine Wärmepumpe? Platzbedarf und Nachbarschaft“. Für Erdwärme gilt das Wasserrecht, bei Denkmalschutz die Denkmalbehörde.
Wärmepumpe im mecklenburg-vorpommerschen Altbau: Mietshaus mit alten Heizkörpern
Ein Mehrfamilienhaus aus der Vorkriegszeit oder den Sechzigern scheidet nicht wegen seines Baujahrs aus. Entscheidend ist, welche Vorlauftemperatur die ungünstigste Wohnung am kältesten Tag braucht. Das ist fast nie das ganze Haus, sondern einzelne Räume: das Bad mit dem kleinen Handtuchheizkörper, das Giebelzimmer, die Wohnung über der Durchfahrt. Wenn wir diese Stellen kennen, reicht oft der Tausch weniger Heizkörper, damit die ganze Anlage mit 50 bis 55 Grad auskommt.
Im Mietshaus kommt ein Punkt dazu, den Einfamilienhäuser seltener haben: lange Leitungswege und viele Stränge. Ohne hydraulischen Abgleich bekommen die Wohnungen nah am Heizraum zu viel Wasser und die oben zu wenig. Die übliche Reaktion ist eine höhere Vorlauftemperatur für alle, und genau das kostet bei einer Wärmepumpe Strom. Der Abgleich ist deshalb keine Pflichtübung für den Förderantrag, sondern der Hebel für die Effizienz. Dämmung hilft zusätzlich, wie die Schweriner Stadthäuser zeigen, eine Vollsanierung ist aber keine Voraussetzung.

Förderung für Wärmepumpen in Mecklenburg-Vorpommern: was Vermieter und Selbstnutzer bekommen
Den Heizungstausch fördert der Bund über die KfW. Die Grundförderung bekommt jeder Eigentümer, auch für vermietete Wohnungen. Bei Mehrfamilienhäusern wachsen die förderfähigen Kosten mit der Zahl der Wohnungen, das Gebäude wird also nicht wie ein Einfamilienhaus gedeckelt. Die Boni für den Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung und für kleinere Haushaltseinkommen gibt es dagegen nur für die Wohnung, die der Eigentümer selbst bewohnt. In Eigentümergemeinschaften kann jeder Eigentümer seinen Anteil beantragen, gefördert werden zentrale Anlagen ebenso wie Wohnungs-Wärmepumpen, die eine Etagenheizung ersetzen.
Konkrete Sätze nennen wir hier bewusst nicht. Die Bundesförderung wird derzeit etwa halbjährlich angepasst, und eine Zahl auf dieser Seite wäre nach der nächsten Reform falsch. Die aktuellen Werte und Ihre persönliche Stufe finden Sie auf unserer Förderseite mit dem Förder-Check, für Vermieter genauso wie für Selbstnutzer. Ein laufendes Landesprogramm aus Mecklenburg-Vorpommern, das die Bundesförderung für die Wärmepumpe im Wohnhaus ergänzt, ist uns derzeit nicht bekannt. Fest steht unabhängig von jeder Reform: erst der Antrag, dann der Auftrag.

Was sich für Vermieter ändert
| zentraler Gaskessel | Wärmepumpe | |
|---|---|---|
| Energie | Gas nach Verbrauch | Strom über eigenen Wärmepumpenzähler |
| CO₂-Kosten | zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt | keine aus Brennstoff |
| Schornsteinfeger | regelmäßige Messung | entfällt |
| Heizkostenabrechnung | nach Heizkostenverordnung | ebenfalls nach Heizkostenverordnung |
| Zuschuss | keiner | Grundförderung, aktuelle Sätze im Förder-Check |
Übersicht ohne Gewähr für den Einzelfall. Was das für Ihr Gebäude bedeutet, rechnen wir im Erstgespräch.
Was kostet eine Wärmepumpe in Mecklenburg-Vorpommern, vom Einfamilienhaus bis zum Mietshaus?
Für ein Einfamilienhaus rechnen wir mit rund 30.000 Euro für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau, vor Abzug der Förderung. Je nach Heizlast und Heizflächen liegt der Betrag spürbar darunter oder darüber. Ein neuer Gaskessel kostet rund 9.000 Euro. Im Mehrfamilienhaus gibt es keinen seriösen Pauschalpreis pro Wohnung. Die Investition hängt an der Heizlast, an der Zahl der Geräte, am Warmwasserkonzept und am Umbau im Heizraum. Wir rechnen sie für Ihr Gebäude, nicht nach Quadratmetern aus einer Tabelle.
Was sich bei den laufenden Kosten und der Abrechnung ändert
Die Heizkosten werden weiter nach der Heizkostenverordnung verbrauchsabhängig auf die Wohnungen verteilt, die Erfassung in den Wohnungen bleibt. Statt der Gasrechnung fließt der Strom der Wärmepumpe in die Abrechnung. Ein eigener Zähler für die Wärmepumpe trennt diesen Strom sauber vom Allgemeinstrom und ermöglicht einen Wärmepumpentarif um 0,25 Euro je Kilowattstunde. Die Kosten für den Schornsteinfeger fallen weg. Wie sich Strom- und Brennstoffkosten für Ihr Haus vergleichen, können Sie mit dem Stromkosten-Rechner selbst durchspielen.

Anlagen, die wir gebaut haben
Kein Prospektmaterial, sondern echte Projekte aus dem Bestand: alte Heizung raus, Wärmepumpe rein. Wir zeigen Ausgangslage, Auslegung, Technik und Ergebnis, mit Fotos von der Baustelle.
Hier sind wir für Sie tätig:
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- Mecklenburg-Vorpommern
- 19053 Schwerin
- 17033 Neubrandenburg
- 18435 Stralsund
- 17475 Universitäts- und Hansestadt Greifswald
- 23966 Wismar
- 18273 Güstrow
- 17235 Neustrelitz
- 17192 Waren
- 19370 Parchim
- 18311 Ribnitz-Damgarten
- 17389 Anklam
- 18528 Bergen auf Rügen
Erfolgreiche Wärmepumpen-Projekte in Mecklenburg-Vorpommern: drei dokumentierte Beispiele
Eigene Referenzanlagen haben wir in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht dokumentiert. Die drei folgenden Projekte stammen aus Fachpresse und Landesenergieagentur und zeigen, was im Land schon läuft.

Schwerin: drei Mehrfamilienhäuser aus den 1920er Jahren
Drei Stadthäuser nahe dem Schweriner Zentrum mit vier bis acht Wohneinheiten wurden 2013 auf das Niveau eines KfW-Effizienzhauses 70 saniert: neue Fenster, Wärmedämmung, Luft-Wasser-Wärmepumpen. Die Geräte arbeiten monovalent, also ohne Kessel daneben, mit 23 kW im größten Haus (rund 400 m²) und je 14 kW in den beiden anderen. Die Wärme verteilt eine Fußbodenheizung, das Warmwasser kommt über Frischwassermodule. Nach einem Jahr lagen die Betriebskosten um rund zwei Fünftel unter denen einer konventionellen Heizung. Quelle: energie-experten.org, Projekt 1424, und Wohnungswirtschaft heute.

Uelitz: Einfamilienhaus von 1900 mit Wärmepumpe neben dem Ölkessel
In einem Haus mit 180 m² Wohnfläche wurde der Ölkessel von 1994 im Jahr 2013 um eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Solarthermie ergänzt. Die Wärmepumpe übernimmt das Warmwasser und in den milderen Monaten die Heizung, der Kessel springt nur bei großer Kälte ein. Eingespart wurden über 2.000 Liter Heizöl im Jahr, die Heizkosten sanken um rund 650 Euro jährlich. Quelle: SHK Profi, Ausgabe 04/2015.

Doppelhaushälfte von 1996: Gastherme raus, Split-Wärmepumpe rein
In Mecklenburg-Vorpommern, der Ort ist im Beitrag nicht veröffentlicht, ersetzte eine 8-kW-Split-Wärmepumpe die Gastherme eines nicht unterkellerten Hauses mit rund 110 m². Abbau und Einbau dauerten drei Tage, dazu kamen eine PV-Anlage mit 6 kWp und ein Stromspeicher. Den Heizstrom schätzt der Eigentümer auf 2.000 bis 3.000 kWh im Jahr, gemessene Werte lagen bei Erscheinen noch nicht vor. Quelle: LEKA MV, Beitrag vom 22. April 2025.
Wie viel spare ich pro Jahr?
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Ersparnis berechnenWann rechnet sich die Wärmepumpe?
Sehen Sie, nach wie vielen Jahren die Wärmepumpe ihre Mehrkosten wieder eingespielt hat.
Amortisation berechnenÖl, Gas oder Wärmepumpe: 10 und 20 Jahre?
Kosten nebeneinander, mit Krisen-Szenarien und CO2-Preis ab 2028. Sie stellen die Schalter selbst.
Ersparnis langfristigFAQ - Häufig gestellte Fragen zur Wärmepumpe
Ja. Eine richtig ausgelegte Anlage arbeitet monovalent, also allein. So wurden auch die drei Schweriner Stadthäuser 2013 geplant, die weiter unten beschrieben sind. Für die wenigen sehr kalten Stunden im Jahr hilft ein Heizstab mit. Bei einer Kaskade aus mehreren Geräten heizen die übrigen weiter, wenn eines gewartet wird. Ein zweiter Wärmeerzeuger mit eigenem Brennstoff ist dafür nicht nötig.
Das lässt sich ohne Heizlastberechnung nicht seriös sagen, die Wohnungsanzahl allein ist kein Maßstab. Wir rechnen Raum für Raum und vergleichen das Ergebnis mit dem Gas- oder Ölverbrauch der letzten Jahre. Die Leistung des alten Kessels hilft dabei nicht, sie liegt fast immer deutlich zu hoch. Dazu kommt der Warmwasserbedarf, der im Mehrfamilienhaus einen größeren Anteil hat.
Große zentrale Warmwasserspeicher müssen dauerhaft heiß gehalten werden, damit sich keine Legionellen bilden, und das kostet eine Wärmepumpe viel Strom. Besser sind Lösungen mit wenig gespeichertem Trinkwasser, etwa Frischwasserstationen, die das Wasser erst beim Zapfen über einen Wärmetauscher erwärmen. Welche Variante passt, hängt von Leitungsnetz und Zahl der Zapfstellen ab.
Wie bisher nach der Heizkostenverordnung. Die Verbrauchserfassung in den Wohnungen bleibt, nur die Kostenseite ändert sich: Statt der Gasrechnung geht der Strom der Wärmepumpe in die Abrechnung ein. Damit das sauber funktioniert, bekommt die Wärmepumpe einen eigenen Zähler. Die Erfassungsgeräte in den Wohnungen müssen dafür in der Regel nicht getauscht werden.
Ja, mit zwei möglichen Wegen. Entweder entsteht ein gemeinsames Heizungsnetz mit einer zentralen Wärmepumpe, oder jede Wohnung bekommt eine eigene Wohnungs-Wärmepumpe anstelle der Therme. Der zweite Weg spart Leitungen durchs Haus, braucht aber für jede Einheit einen Platz für Außen- oder Fortluft. Gefördert werden beide Varianten, was sich rechnet, klären wir am Grundriss.
Nein. Die Wohnungen bleiben bewohnbar, nur die Heizung ist für eine kurze Zeit außer Betrieb, solange der alte Kessel ausgebaut und die Wärmepumpe angeschlossen wird. Deshalb planen wir den Umbau möglichst außerhalb der Heizperiode. Bei vermieteten Wohnungen muss die Maßnahme den Mietern vorher angekündigt werden, in der Regel drei Monate vor Beginn.
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