
Berlin-Treptow-Köpenick
Kernsanierte Remise im Hinterhof, zwei Doppelhaushälften
Vaillant aroTHERM Pro, 7 kW, mit Hydraulikstation und 200-l-Pufferspeicher



Ort: Berlin-Treptow-Köpenick
Haus Typ: Remise im zweiten Hinterhof, kernsaniert, Wohnhaus mit zwei Doppelhaushälften
Wärmepumpe Typ: Vaillant aroTHERM Pro, 7 kW, Luft-Wasser, mit Hydraulikstation
Speicher: Pufferspeicher 200 l, nur für die Heizung
Verrohrung: Kupfer 28 mm, Mikroblasen- und Schlammabscheider mit Magnetitfilter
Heizflächen: Fußbodenheizung und großflächige Wärmepumpen-Heizkörper in beiden Hälften
Abrechnung: über einen Wärmemengenzähler
Warmwasser: dezentral über Durchlauferhitzer, auf Wunsch der Bauherrschaft
Fertigstellung: September 2026
Das Gebäude
Das Haus steht im zweiten Hinterhof, hinter zwei Mehrfamilienhäusern, in einem offenen und begrünten Hof. In den Berliner Höfen waren solche Remisen früher Werkstätten, Ställe oder Lager. Diese hier ist kernsaniert und wird heute als Wohnhaus genutzt, aufgeteilt in zwei Doppelhaushälften.
Mit der Kernsanierung haben beide Hälften Heizflächen bekommen, die zu einer Wärmepumpe passen: Fußbodenheizung und großflächige Wärmepumpen-Heizkörper. Große Flächen geben die Wärme schon bei niedriger Vorlauftemperatur ab, und genau in diesem Bereich arbeitet eine Wärmepumpe effizient.
Eine Wärmepumpe für beide Hälften
Beide Hälften hängen an einem Gerät, einer Vaillant aroTHERM Pro mit 7 kW. Das heißt: ein Aufstellort, eine hydraulische Einbindung, eine Wartung. Im Hinterhof zählt jeder Quadratmeter, und eine Außeneinheit braucht nun einmal weniger Platz als zwei.
Die Wärmepumpe hatte die Bauherrschaft bereits selbst gekauft, das Fundament war gegossen. Unser Teil war die Montage und alles, was für einen fachgerechten Anschluss zusätzlich gebraucht wird. Das ganze Material kam über den Einbringweg durch zwei Hinterhöfe.
Die Außeneinheit steht im Hof direkt an der Hauswand. Die gedämmten Leitungen gehen auf kurzem Weg durch die Wand in den Technikraum. Dort sitzen die Hydraulikstation und ein Pufferspeicher mit 200 Litern, von dem aus die Heizkreise beider Hälften versorgt werden. Verrohrt ist in 28-mm-Kupfer, dazu ein Mikroblasenabscheider und ein Schlammabscheider mit Magnetitfilter. Der eine holt gelöste Luft aus dem Heizwasser, der andere Schmutz und Magnetit. Beides schützt Pumpe und Wärmetauscher, und ein Gerät ersetzt das andere nicht.
Die Abrechnung: nach gemessener Wärme
Bei einer gemeinsamen Anlage kommt früher oder später die Frage, wer wie viel bezahlt. Deshalb wird hier nicht geschätzt, sondern gemessen: Abgerechnet wird über einen Wärmemengenzähler, der die gelieferte Wärme erfasst. Das gleiche Prinzip haben wir auch in Mettmann bei zwei Doppelhaushälften umgesetzt.
Warmwasser: unsere Empfehlung und die Entscheidung der Bauherrschaft
Für das Warmwasser haben wir eine Brauchwasser-Wärmepumpe empfohlen, und zwar ausdrücklich. Der Grund ist einfach: Ein Durchlauferhitzer macht aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme. Eine Brauchwasser-Wärmepumpe holt aus derselben Kilowattstunde etwa das Dreifache. Die laufenden Kosten für das warme Wasser wären damit auf rund ein Drittel gesunken.
Die Bauherrschaft hat sich trotzdem für Durchlauferhitzer entschieden. Das ist ihr gutes Recht, und so haben wir es gebaut. Die Wärmepumpe arbeitet damit ausschließlich für die Heizung.
Ergebnis
Fertiggestellt im September 2026. Eine Remise, zwei Haushälften, eine Wärmepumpe für Fußbodenheizung und Heizkörper, und eine Abrechnung nach tatsächlich verbrauchter Wärme.

















