Wärmepumpen-Installation vom Fachbetrieb
Wärmepumpe

Wärmepumpen-Referenz in Mettmann

Zwei Häuser, zwei Eigentümer, zwei alte Gasheizungen — und am Ende eine gemeinsame Wärmepumpe, bei der trotzdem jeder nur seinen eigenen Verbrauch bezahlt.

Waermepumpen-Aussseinheit auf Betonsockel
Ort:
Mettmann
Haus Typ:
Zwei Doppelhaushälften von 1994, zusammen 360 m²
Wärmepumpe Typ:
IDM AERO ALM, 18 kW

Ort: Mettmann
Haus Typ: zwei Doppelhaushälften, gemeinsam versorgt
Baujahr: 1994
Beheizte Wohnfläche: 360 m² insgesamt
Wärmepumpe Typ: IDM AERO ALM, 18 kW
Speicher: ein Pufferspeicher und ein Trinkwasserspeicher, gemeinsam genutzt
Vorher: zwei getrennte Gasheizungen
Heizflächen: vorhandene Heizkörper, unverändert
Fertigstellung: Mai 2026


Ausgangssituation

Zwei Doppelhaushälften von 1994, zusammen 360 Quadratmeter beheizte Fläche. In jeder Hälfte stand eine eigene Gasheizung — zwei Geräte, zwei Wartungen, zwei Schornsteinfegerrechnungen, zweimal derselbe Gaspreis.

Die beiden Eigentümer hatten sich vor unserem ersten Termin bereits zusammengesetzt und überlegt, ob eine gemeinsame Anlage für beide Häuser geht. Sie hatten sich sogar schon auf ein Fabrikat verständigt: eine IDM aus Österreich. Das war ausdrücklicher Kundenwunsch, und es war eine gute Wahl.


Warum eine Anlage für zwei Häuser sinnvoll ist

Zwei einzelne Wärmepumpen für zwei Doppelhaushälften wären der bequemere Weg gewesen — für uns. Für die Eigentümer ist die gemeinsame Anlage die bessere Lösung:

Eine Wärmepumpe mit 18 kW ist günstiger als zwei Geräte mit je 9 oder 10 kW. Sie braucht einen Aufstellort statt zwei, eine hydraulische Einbindung statt zwei, eine Wartung statt zwei. Und sie läuft gleichmäßiger, weil sich die Lastspitzen zweier Haushalte nie exakt überlagern — was die eine Hälfte gerade nicht abruft, steht der anderen zur Verfügung.

Ein gemeinsamer Pufferspeicher und ein gemeinsamer Trinkwasserspeicher versorgen beide Häuser.


Der Punkt, an dem solche Lösungen sonst scheitern: die Abrechnung

Gemeinschaftsanlagen zwischen zwei Eigentümern scheitern selten an der Technik. Sie scheitern an der Frage, wer wie viel bezahlt — und zwar spätestens im zweiten Winter, wenn einer den Verdacht hat, mehr zu zahlen als er verbraucht.

Deshalb wurde die Anlage von Anfang an messtechnisch getrennt aufgebaut:

  • Wärmemengenzähler je Heizbereich — jede Doppelhaushälfte hat einen eigenen, der genau misst, wie viel Wärme in dieses Haus geflossen ist.
  • Eigener Stromzähler für die Wärmepumpe — der Verbrauch der Anlage ist damit vom Haushaltsstrom beider Parteien sauber getrennt.
  • Wasserzähler für das Warmwasser — auch die Entnahme aus dem gemeinsamen Trinkwasserspeicher wird je Haus erfasst.

Damit lässt sich am Jahresende genau aufteilen: Stromkosten der Wärmepumpe nach tatsächlich bezogener Wärmemenge, Warmwasser nach tatsächlicher Entnahme. Keine Schätzung, keine Pauschale, keine Diskussion.


Heizkörper: nichts angefasst

Vor der Montage wurde eine raumweise Heizlastberechnung für beide Hälften gerechnet. Ergebnis: Die vorhandenen Heizkörper sind ausreichend dimensioniert. In keinem der beiden Häuser musste ein Heizkörper getauscht werden.

Angefasst wurde ausschließlich die Wärmeerzeugung. Die Wärmeverteilung in den Häusern blieb, wie sie war — das ist der Unterschied zwischen einem Heizungstausch und einer Sanierung.


Aufstellung: Sockel wegen Gefälle

Die Außeneinheit steht auf einem Betonsockel. Der Grund ist das Gefälle am Aufstellort — auf abschüssigem Untergrund lässt sich ein Gerät nicht sauber ausrichten, und eine Wärmepumpe, die schief steht, führt ihr Kondensat nicht zuverlässig ab. Der Sockel gleicht das Gefälle aus und schafft eine waagerechte, tragfähige Fläche.

Die auffällige Lamellenverkleidung an der Front ist übrigens keine nachgerüstete Schallschutzhaube, sondern die Bauform der IDM-Geräte — sie gehört zum Lieferumfang.


Zur Nachbarschaft

Der Abstand zum Nachbargrundstück ist hier vergleichsweise gering. Das war von Anfang an bekannt und ist in die Gerätewahl eingeflossen: IDM-Geräte arbeiten leise. Da beide Eigentümer die Lösung ohnehin gemeinsam getragen haben, war die Abstimmung unkompliziert.


Förderung: wie eine Anlage für zwei Eigentümer gefördert wird

Das ist die Frage, an der die meisten Interessenten mit dieser Konstellation hängen bleiben — und die Antwort ist besser, als die meisten erwarten.

Die KfW-Heizungsförderung bemisst sich je Wohneinheit. Zwei Doppelhaushälften mit jeweils eigener Hausnummer sind zwei Wohneinheiten. Also gibt es auch zweimal den Förderhöchstbetrag von 28.000 Euro — und jede Seite bringt ihren eigenen Fördersatz ein, je nachdem, wie ihre Situation aussieht (selbst bewohnt oder vermietet, Alter der alten Heizung, Haushaltseinkommen).

Aufgeteilt wird nicht die Rechnung, sondern der Leistungsumfang:

  • Die eine Haushälfte beauftragt und bezahlt die Errichtung der Wärmepumpe einschließlich des Anschlusses an ihr eigenes Heizsystem — und beantragt dafür ihre Förderung.
  • Die andere Haushälfte beauftragt und bezahlt den Anschluss ihres Hauses an die bestehende Anlage: Verrohrung, hydraulische Einbindung, Messtechnik — und beantragt dafür ihre eigene Förderung.

Jeder fördert also genau das, was er selbst beauftragt hat. Für dieses Projekt wurde eine Förderquote von 55 Prozent erreicht — die Leiter, die vor der Reform vom 21.07.2026 galt.

Hinweis für heutige Interessenten:* Seither ist der Effizienzbonus entfallen

und der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt 16 Prozent; dieselbe Maßnahme käme heute auf 46 Prozent. Die Aufteilung auf zwei Wohneinheiten und damit auf zweimal 28.000 Euro Höchstbetrag gilt unverändert.


Ergebnis

Fertiggestellt im Mai 2026. Zwei Häuser, eine Wärmepumpe, unveränderte Heizkörper — und eine Abrechnung, bei der beide Seiten genau sehen, was sie verbraucht haben.

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