
Wuppertal
Einfamilienhaus von 1953 in Hanglage, 155 m²
Bosch Compress 6800i, 10 kW

Ort: Wuppertal
Haus Typ: Einfamilienhaus in Hanglage
Baujahr: 1953
Beheizte Wohnfläche: 155 m²
Wärmepumpe Typ: Bosch Compress 6800i, 10 kW
Speicher: 200 l Pufferspeicher, 200 l Trinkwasserspeicher
Vorher: Gasheizung von 1987
Heizflächen: vorhandene Heizkörper, zwei Stück getauscht
Fertigstellung: Januar 2026
Ausgangssituation
Ein Einfamilienhaus von 1953 am Hang, 155 m² beheizt, und im Keller eine Gasheizung von 1987. Ein Gerät, das seine Zeit hinter sich hatte — und das im Betrieb jeden Winter teurer wurde.
Die Heizkörper: zwei von vielen
Vor der Montage haben wir eine raumweise Heizlastberechnung gerechnet. Das Ergebnis war differenziert: Der größte Teil der vorhandenen Heizkörper ist ausreichend dimensioniert und konnte bleiben.
Zwei Heizkörper mussten getauscht werden — kleine Rippenheizkörper in der Küche und im Flur. Beide waren für den Raum, den sie versorgen, zu knapp bemessen. Genau dafür rechnet man raumweise und nicht pauschal: Man tauscht die zwei Heizkörper, die es brauchen, und lässt die übrigen in Ruhe. Die Alternative — „bei einer Wärmepumpe müssen alle Heizkörper raus" — ist teuer und in den meisten Häusern schlicht falsch.
Die Kernbohrung: das Detail, an das später jemand denken muss
Die Leitungen zwischen Außeneinheit und Heizungskeller gehen durch zweischaliges Mauerwerk — also durch die äußere Schale, die Luftschicht dazwischen und die innere Schale.
Diese Durchführung wurde sorgfältig abgedichtet, und dafür gibt es hier einen konkreten Grund: Der Eigentümer will das Haus später mit einer Einblasdämmung nachrüsten, und zwar in genau diese Luftschicht. Eine nachlässig ausgeführte Bohrung wäre dann eine doppelte Schwachstelle — Dämmstoff findet den Weg nach außen, und Feuchtigkeit findet den Weg nach innen.
Wer eine Kernbohrung nur als Loch betrachtet, durch das Rohre passen müssen, produziert genau dort in fünf Jahren ein Problem. Der sichtbare Wandabschluss ist deshalb sauber versiegelt ausgeführt.
Aufstellung am Hang
Das Haus steht am Hang, die Einfahrt hat entsprechend Gefälle. Die Außeneinheit wurde auf diesem Gefälle exakt austariert — auf dem Bild gut zu erkennen. Eine Wärmepumpe, die schief steht, führt ihr Kondensat nicht sauber ab.
Der Standort war nicht zufällig gewählt: Der Heizungskeller liegt direkt dahinter. Kurze Leitungswege bedeuten weniger Wärmeverlust und weniger Angriffsfläche für Fehler.
Das Kondensat versickert über ein Kiesbett direkt neben dem Gerät.
Zur Lautstärke — und zum Nachbarn
Der Nachbar hatte vor der Installation Bedenken, es könnte zu laut werden. Das nächste Nachbarfenster liegt rund sechs Meter Luftlinie entfernt.
Nach der Inbetriebnahme hat er sich beim Eigentümer zurückgemeldet: Er nimmt die Anlage nicht wahr, auch dann nicht, wenn sie unter Last läuft.
Wir halten das für den ehrlichsten Umgang mit dem Thema: Bedenken vorher ernst nehmen, den Standort entsprechend wählen — und die Beurteilung danach dem überlassen, der neben dem Gerät wohnt.
Förderung
Für dieses Projekt wurde eine Förderquote von 55 Prozent erreicht: die Grundförderung zuzüglich Klimageschwindigkeitsbonus für den Austausch der alten Gasheizung sowie des damals geltenden Effizienzbonus.
Hinweis für heutige Interessenten:* Die Förderrichtlinie wurde zum 21.07.2026
geändert. Der Effizienzbonus ist entfallen, der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt seither 16 Prozent. Dieselbe Maßnahme käme heute auf 46 Prozent.
Ergebnis
Fertiggestellt im Januar 2026. Ein Haus von 1953 mit Heizkörpern, in dem zwei Heizkörper getauscht wurden und sonst nichts — und eine Wanddurchführung, die der Dämmung von morgen nicht im Weg steht.

















